Persönlich. Christlich. Gut.

Schulsozialfonds

Mit Unterstützung der BergklosterStiftung SMMP haben die Schulen in Trägerschaft der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel den Schulsozialfonds SMMP gegründet. Er soll helfen, all jenen Schülerinnen und Schülern der SMMP-Schulen die Teilhabe an kostenpflichtigen schulischen Angeboten und Aktivitäten zu ermöglichen, deren finanzielle Situation dies sonst nicht zuließe. Zu diesen Angeboten gehören Schulausflüge, Klassenfahrten, Schulausstattung, Lernförderung, Mittagessen und auch Beförderungskosten.

Wir wollen vermeiden, dass Schülerinnen und Schüler aus finanziellen Gründen nicht an allen Angeboten der Schulgemeinschaft teilnehmen können. Ebensowenig wollen wir, dass Schülerinnen und Schüler deshalb stigmatisiert werden. Unser Anspruch ist eine solidarische Schulgemeinschaft. In diesem Geiste wurde der Sozialfonds ins Leben gerufen.

Wegen eines Antrags zur Übernahme oder zur Bezuschussung von finanziellen Aufwändungen durch den Schulsozialfonds SMMP wenden Sie sich bitte an die Schulleitung. Sie reicht den Antrag an den Schulsozialfonds ein. Sie können sich aber zunächst auch an die Schulseelsorger/innen bzw. Schulsozialarbeiter/innen wenden, um das Vorgehen zu besprechen.

Alles über den Bestimmungszweck, die Durchführung der Antragsstellung und die Art der Förderungen bzw. Zuwendungen finden Sie hier:

Schulsozialfonds SMMP
  1. Zuwendungszweck
    Zielgruppe für die Gewährung der finanziellen Unterstützung sind Schülerinnen und Schüler der SMMP Schulen, wenn sie oder ihre Eltern sich in einer finanziellen Notlage befinden. Hiervon ist regelmäßig auszugehen, wenn die Eltern Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetz (SGB XII), Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG) oder Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz (WoGG) erhalten.
  2. Zielgruppe
    Die Zielgruppe für die Gewährung und Inanspruchnahme der Mittel wird mit dem Kriterium „finanzielle Notlage“ beschrieben. Der Bezug von Leistungen nach SGB II, SGB XII etc. wird als eindeutiger Indikator für eine finanzielle Notlage und somit für die Gewährung der Zuwendung im Einzelfall benannt.

    Sofern die Mittel ausreichen, bleibt im begründeten Einzelfall eine Öffnung im Hinblick auf vergleichbare finanzielle Notlagen bestehen. Darüber hinaus können auch Familien unterstützt werden, die durch ein schwerwiegendes Ereignis oder eine Verkettung unglücklicher Umstände temporär und unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten. Hier wären beispielsweise zu nennen:
    • schwere Erkrankung eines Erziehungsberechtigten, für den noch keine öffentlichen weiteren Leistungen greifen;
    • Unfall;
    • Eintritt einer Behinderung;
    • Trennung der Eltern;
    • Todesfall;
    • Einnahmeausfälle bei Selbstständigkeit der Eltern oder
    • Wohnungsverlust.
    Ebenso können Alleinerziehende, z.B. durch das Ausbleiben von Unterhaltszahlungen oder Familien mit mehreren Kindern, in eine finanzielle Notlage geraten. Auch dann ist Hilfe über den Schulsozialfonds möglich. Ein schriftlicher Nachweis wird den Eltern nicht abverlangt.

    Um eine Doppelförderung auszuschließen, kann sich der Schulsozialfonds SMMP im Zweifelsfall unterschriftlich durch die Eltern oder die volljährigen Schülerinnen und Schüler bestätigen lassen, dass keine weitere Förderung für die jeweilige Maßnahme vorliegt.
  3. Rechtsanspruch
    Ein Rechtsanspruch auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. Über die vorliegenden Anträge entscheiden die Geschäftsführungen der Bergkloster Stiftung SMMP und des Schulträgers einvernehmlich und nach freiem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Mittel.
  4. Gegenstand der Förderung
    Gefördert werden Leistungen, die nicht der Kostentragungspflicht des Schulträgers unterliegen. Dies sind insbesondere ergänzende, kostenpflichtige Lern- und Arbeitsmittel, die von der Lernmittelfreiheit ausgenommen sind, sowie die Nutzung höherwertiger technischer Hilfsmittel. Dazu gehören auch Schulausflüge, Klassenfahrten, Schulausstattung, Schülerbeförderungskosten, Lernförderung oder Mittagessen. Die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben kann ebenfalls Gegenstand der Förderung sein.
    Im Folgejahr noch nicht verbrauchte Mittel können ebenfalls zur Deckung anderer schulischen Bedarfe verwendet werden.
  5. Zuwendungsempfänger
    Zuwendungsempfänger sind die jeweiligen SMMP-Schulen, die Schülerinnen und Schülern gemäß vorstehenden Ausführungen finanzielle Unterstützung zu genannten Zwecken gewähren.
  6. Art und Umfang, Höhe der Zuwendung
    1. Zuwendungsart: Projektförderung
    2. Finanzierungsart: Festbetragsfinanzierung
    3. Form der Zuwendung: verlorener Zuschuss, in Ausnahmefällen auch rückzahlbare Zuschüsse
    4. Höhe der Zuwendung/Bemessungsgrundlage: Eine geringe Eigenbeteiligung der zu unterstützenden Personen ist erwünscht.
  7. Antrags- und Durchführung
    1. Die Schulleitung teilt dem Schulsozialfonds SMMP mit, in welchen Fällen sie eine Förderung aus den Mitteln des Schulsozialfonds für angezeigt hält.
    2. Die Geschäftsführung des Schulträgers und der Bergkloster Stiftung SMMP entscheiden mindestens einmal im Monat einvernehmlich über die vorliegenden Anträge und informieren die jeweiligen Schulleitungen über die Entscheidung.
    3. Die Schulleitung kann sich bei der Beantragung und Verwendung der Mittel unterstützen lassen ¬– beispielsweise durch die Schulseelsorge und die Schulsozialarbeit. Als Beleg für die finanzielle Notlage, in der sich Eltern oder Schüler befinden, ist eine schriftliche Erklärung der Schulleitung auf dem Antrag ausreichend.
    4. Die finanzielle Unterstützung wird in der Regel nicht an die Schülerinnen und Schüler ausgezahlt, sondern direkt für den jeweiligen schulischen Anlass verwendet. In besonders zu begründenden Ausnahmefällen kann sie auch bar ausgezahlt werden.

    5. [Erläuterung: Die Mittel sollen direkt für den Förderzweck eingesetzt werden. Dabei ist beispielsweise vorgesehen, dass eine Anschaffung von der Schule oder einer Lehrkraft vorgenommen werden kann und dann eine Erstattung der verauslagten Leistung durch Vorlage der Rechnung erfolgt. Die Rechnung kann aber auch gleich gegenüber dem Anbieter der Leistung beglichen werden. Nur in besonders zu begründenden Einzelfällen kann die Unterstützung bar an die Schülerin oder den Schüler ausgezahlt werden, beispielsweise um eine Stigmatisierung der Schülerin oder des Schülers zu vermeiden, indem sie oder er Eintrittsgelder o.ä. selbst bezahlt. In Betracht kommen auch Fälle einer besonderen Dringlichkeit, wenn die zweckentsprechende Verwendung unverzüglich nachgeprüft wird.]

    6. Das Verfahren der zahlungstechnischen Abwicklung an der Schule wird durch den Schulträger im Benehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter geregelt. Die Form des Nachweises über die Verwendung der Mittel wird zwischen dem Schulträger und der Schulleiterin oder dem Schulleiter festgelegt. Dabei sind die Vorschriften über das Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen zu beachten.
  8. Verwendungsnachweisverfahren Die Schulleiterin oder der Schulleiter führt den Nachweis über den Anlass und die Höhe der Ausgabe nach den Vorgaben des Schulsozialfonds SMMP.

Berufskolleg Bergkloster Bestwig
Bergkloster 1
59909 Bestwig