Markt der Möglichkeiten 2026: Wertvolle Einblicke in die sozialpädagogische Praxis

Gut besucht war der Markt der Möglichkeiten am Berufskolleg

Am Dienstag, den 17. März 2026, fand am Berufskolleg Bergkloster Bestwig der „Markt der Möglichkeiten“ der Anlage E statt. In der Sportaula präsentierten sich insgesamt sieben Träger sozialpädagogischer Einrichtungen und boten den Schülerinnen und Schülern vielfältige Einblicke in ihre Arbeit sowie in Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten.

Teilgenommen haben die Fachabiturklassen der Anlage C (Unterstufe) sowie die Unterstufen der konsekutiven und praxisintegrierten Erzieherausbildung. Die Schülerinnen und Schüler sowie die angehenden Erzieherinnen und Erzieher nutzten die Gelegenheit, sich im direkten Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Träger umfassend zu informieren und individuelle Fragen zu stellen. Dabei entstand ein lebendiger Dialog, der von großem Interesse und Engagement auf beiden Seiten geprägt war.

Es gab Informationen aus erster Hand

Nach dem offenen Austausch an den Ständen vertieften sich die Gespräche in klassenspezifischen Fachrunden. Die PiA-Unterstufe arbeitete gemeinsam mit Frau Kauer und einem Teil der Trägervertretungen an ausgewählten Fragestellungen, während Herr Biener mit der SP-Unterstufe und den übrigen Trägern weitere Themen intensiv beleuchtete.

Vertreten waren die Träger Lets go, Jugendhilfe Olsberg, Kinder- und Jugendräume St. Georg, Sozialwerk Sauerland, Martinswerk, AWO sowie Wir-Kitas.

Alles in allem war der „Markt der Möglichkeiten“ eine rundum gelungene Veranstaltung. Sie bot den Schülerinnen und Schülern sowie den Studierenden der Anlage E wertvolle Einblicke in die Praxis und förderte zugleich den direkten Austausch und damit einhergehend Vernetzungschancen zwischen Ausbildung und Berufsfeld. Somit entstand ein gewinnbringendes Miteinander, aus dem alle Beteiligten viele neue Erkenntnisse mitnehmen konnten.

Studierende der PIA U gestalten Fairtrade-Angebot mit Kindern der Montekita

„Ralf“ die Banane stand im Mittelpunkt des Angebotes der PIA-U

Heute haben die Studierenden der PIA U mit Kindern der Montekita im Alter von 4 bis 5 Jahren ein spannendes Angebot zum Thema Fairtrade durchgeführt. Im Mittelpunkt stand dabei die Banane – liebevoll „Ralf“ genannt.

Im Rahmen von zwei Stunden konnten die Kinder auf spielerische Weise erfahren, was Fairtrade bedeutet und warum gerechter Handel wichtig ist. Höhepunkt des Angebots war das gemeinsame Backen eines Bananenbrots mit „Ralf“.

Viel Spaß machte das Zubereiten des Teiges für das Bananenbrot

Dabei lernten die Kinder nicht nur etwas über die Herkunft der Banane, sondern konnten auch praktisch erleben, wie aus einer Zutat ein leckeres Gebäck entsteht.

Das Angebot förderte Kreativität, Interaktion und ein erstes Bewusstsein für nachhaltigen Konsum und globale Gerechtigkeit – und schmeckte am Ende natürlich auch richtig gut!

Kinderlebensmittel – zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Die Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik stellen ihr Projekt in Kitas vor

Kinderlebensmittel begegnen Familien im Alltag überall. Sie werben mit Spaß, Gesundheit und einer besonders kindgerechten Ernährung. Doch was steckt tatsächlich hinter diesen Produkten? Mit dem Informationsangebot „Kinderlebensmittel – zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ möchten wir Eltern dazu einladen, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen – nicht belehrend, sondern informierend und anregend.

Durchgeführt wird die Aktion von Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik, die sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit dem Thema Ernährung und Ernährungsbildung beschäftigen. In den vergangenen Wochen haben sie das Angebot bereits erfolgreich in sieben Kitas umgesetzt.

Das Informationsangebot umfasst unter anderem:

  • zwei Plakate mit ausgewählten Kinderlebensmitteln, getrennt nach zuckerhaltigen und salzhaltigen Produkten
  • eine kurze Information zum Thema Bio bei Kinderlebensmitteln
  • eine Sammlung erprobter und alltagstauglicher Rezepte für Familien
Rezeptkarten mit gesunden Zutaten

Die Materialien wurden teilweise im Rahmen eines Elterncafés vorgestellt, bei dem Raum für Austausch und Fragen entstand. In anderen Einrichtungen wurden sie ausgehängt und ausgelegt, sodass Eltern sich selbstständig informieren konnten.

Nach den positiven Erfahrungen in den ersten Einrichtungen setzen die Studierenden ihre Arbeit nun fort: In vier weiteren Kitas stellen sie das Thema im Rahmen von Teamsitzungen vor. Dabei informieren sie die pädagogischen Fachkräfte über Kinderlebensmittel, tauschen Erfahrungen aus dem Kita-Alltag aus und überlegen gemeinsam, wie Eltern weiterhin gut begleitet werden können.

Ziel der Aktion ist es, zum Nachdenken anzuregen und Eltern in ihren alltäglichen Entscheidungen rund um Ernährung zu stärken.

Besonderes Engagement der Schule: Fairtrade-Aktion zum Weltfrauentag

Im Rahmen der ZNU-Zertifizierung „Nachhaltiger wirtschaften“ verfolgt das Berufskolleg konkrete Ziele, um ökologisch, sozial und wirtschaftlich verantwortungsvoll zu handeln. Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind feste Bestandteile unseres schulischen Handelns.

Anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März informierte unsere Schule über die Bedeutung von Gleichberechtigung sowie die Förderung von Mädchen und Frauen weltweit. Der Internationale Frauentag wird seit über einem Jahrhundert begangen und steht für gleiche Rechte, politische Teilhabe und bessere Lebensbedingungen für Frauen.

Als Fairtrade-School Deutschland-Schule beteiligten wir uns mit einer besonderen Aktion: Am 9. März organisierte das Fairtrade-Team einen Informationsstand in der ersten Pause vor dem Sekretariat. Dort konnten sich Schülerinnen und Schüler über die Hintergründe des Weltfrauentages und über fairen Handel informieren.

Für das leibliche Wohl gab es Schokolade aus fairem Handel sowie leckere Muffins, die aus geretteten Lebensmitteln hergestellt wurden – ein Beispiel für nachhaltiges Upcycling. Die Aktion sollte dazu beitragen, unsere Schulgemeinschaft für Themen wie globale Gerechtigkeit, faire Arbeitsbedingungen und Gleichberechtigung zu sensibilisieren.

Besonders erfreulich war das große Interesse der Schülerinnen und Schüler: Sechs Lernende der Klasse C2 SU entschieden sich spontan, das Fairtrade-Team künftig zu unterstützen. Damit wächst das Engagement unserer Schulgemeinschaft weiter.

Solche Aktionen zeigen, wie Schule nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Verantwortung fördert und junge Menschen dazu ermutigt, sich aktiv für eine gerechtere und nachhaltigere Welt einzusetzen.

Florenz, Lissabon – und jetzt das Studium

Lucy Sammet aus Brilon machte Mode-Praktika in Florenz und Lissabon.

Lucy Sammet hat am Berufskolleg Bergkloster Bestwig Abitur gemacht. Dann packte sie ihre Mappe und fuhr nach Italien und Portugal – mit einem klaren Ziel: Modedesign.

Erst vor wenigen Tagen ist Lucy Sammet zurückgekehrt. Drei Monate Lissabon, davor ein Jahr Florenz – die 19-Jährige aus Brilon hat das Erasmus-Programm genutzt, wie es gedacht ist: ernsthaft, mutig, mit offenem Ausgang. „Besonders geprägt hat mich das familiäre Miteinander an der Schule“, sagt sie über ihre Zeit am Berufskolleg Bergkloster Bestwig. „Vor allem der Kunstunterricht war für mich sehr prägend, da wir uns frei über Kunst austauschen konnten und uns gegenseitig inspiriert haben.“

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