Als Mitlebende auf Zeit für ein Jahr in Rumänien

Schwester Maria Thoma und Birgit Bagaric wünschen Zoe Wiese bei ihrer Aussendung alles Gute. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Schwester Maria Thoma und Birgit Bagaric wünschen Zoe Wiese bei ihrer Aussendung alles Gute. Foto: SMMP/Ulrich Bock

Zoé Schaub aus Meschede absolviert ihren internationalen Freiwilligendienst in einem Kinderheim

Zoé Schaub hat sich entschieden, ein Jahr lang als „Mitlebende auf Zeit (MaZ)“ einen internationalen Freiwilligendienst in Rumänien zu verbringen. Die Meschederin, die in diesem Sommer am Berufskolleg Bergkloster Bestwig ihr Abitur gemacht hat, absolviert ihren Einsatz in dem Kinderheim der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel in dem Ort Schineni nahe der Stadt Baçau im Südosten des Landes. Am vergangenen Wochenende wurde sie nach dem abschließenden Vorbereitungsseminar im Bergkloster Bestwig von der Generaloberin der Ordensgemeinschaft, Schwester Maria Thoma Dikow, ausgesandt.

Insgesamt schlagen sechs junge Menschen als „Mitlebende auf Zeit“ ein neues Kapitel in ihrem Leben auf. Drei gehen nach Brasilien, zwei nach Bolivien und Zoé Schaub nach Rumänien. Die anderen fünf Freiwilligen stammen aus Menden, Ahaus, Osnabrück und München.

Zoe Schaub ist jetzt MaZ in Schineni/Rumänien. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Zoe Schaub ist jetzt MaZ in Schineni/Rumänien.

Schwester Maira Thoma erklärte in der Aussendungsfeier: „Sie werden Menschen in andern Lebenssituationen kennenlernen: Junge Menschen, die in Armut aufwachsen, die aus zerrütteten Familien kommen, ältere Menschen, die pflegebedürftig und hilflos sind.“ Indem sie in diesen Ländern mitleben und mitarbeiten, leisteten die Freiwilligen zugleich einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Verständigung.

Kennengelernt Zoé Schaub das Angebot des internationalen Freiwilligendienstes MaZ an ihrer Schule. „Mich hat die Vorstellung fasziniert, für eine längere Zeit ganz in eine neue Kultur einzutauchen“, erklärt die 18-Jährige. Nach einem halben Jahr Vorbereitungszeit mit insgesamt 15 Seminartagen und dem Lerne der Sprache fühlt sie sich gut präpariert – „auch wenn ich weiß, dass Rumänisch zu verstehen und zu sprechen sicher erstmal eine große Herausforderung sein wird.“

In dem Kinderheim der Schwestern, in dem sechs Kinder zwischen acht und 17 Jahren leben, wird sie bei der alltäglichen Arbeit mitwirken: ob Unterstützung bei den Hausaufgaben oder Gestaltung von Freizeitangeboten, Mithilfe beim Kochen oder Waschen. „Mit Schwester Carmen Tereza Rusu, die mich vor Ort begleitet, hatte ich vorab schon einige Male telefoniert“, sagt Zoé Schaub. Bereits am Montag flog sie nach Rumänien, so dass sie ihren Einsatz schon in diesen Tagen beginnt.

Birgit Bagaric, die die Freiwilligen als pädagogisch Verantwortliche auf ihren Einsatz vorbereitet, gab den sechs neuen MaZ bei der Aussendung mit auf den Weg: „Wir können Euch nicht jede Unsicherheit abnehmen. Aber wir können Euch zutrauen, dass Ihr Euren Weg findet.“ Das werde letztlich eine sehr wertvolle Erfahrung sein.

Einen Artikel über die Aussendungsfeier gibt es auch hier.

MaZ-Programm

Bewerbungen für das Einsatzjahr 2027/2028 nimmt das MaZ-Büro im Bergkloster Bestwig jetzt schon entgegen. Einsatzmöglichkeiten bieten die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel in Bolivien, Brasilien, Mosambik und Rumänien. Das MaZ-Programm wird vom entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit anerkannt und gefördert. Ausführliche Informationen gibt es auf der Internetseite mitleben-auf-zeit.smmp.de.

Schwester Maria Thoma, Sophie Damberg und Birgit Bagaric (v.l.) freuen sich mit den neuen MaZ auf ihren Einsatz. V.r.: Clara Bröcking, Adrian Löser, Omer Awed, Zoé Schaub, Charlotte Kampe, Leonie Schallenberg. Foto: SMMP/Ulrich Bock
Schwester Maria Thoma, Sophie Damberg und Birgit Bagaric (v.l.) freuen sich mit den neuen MaZ auf ihren Einsatz. V.r.: Clara Bröcking, Adrian Löser, Omer Awed, Zoé Schaub, Charlotte Kampe, Leonie Schallenberg. Foto: SMMP/Ulrich Bock