Job-Shadowing in Derry und Dublin mit Foyle International

Im Rahmen des Programms Erasmus+ zur beruflichen Orientierung und internationalen Zusammenarbeit wurde ein Job-Shadowing-Projekt in Zusammenarbeit mit der Organisation Foyle International durchgeführt. Ziel war es, Einblicke in die Arbeitsweise irischer Unternehmen und kultureller Institutionen zu erhalten und potenzielle Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.

Die Hospitationen fanden bei renommierten Organisationen und Institutionen in Derry und Dublin statt, darunter Lensmen Photography, das Centre of Contemporary Art und das Nerve Centre. Außerdem standen Besuche eines privaten Pflegeheims sowie des Rainbow Care Centres auf dem Programm.
Es herrschte große Freude und ein reger fachlicher Austausch beim Treffen mit dem Schüler, der sein Erasmus-Pro-Praktikum in Dublin absolviert. Das Gespräch war geprägt von spannenden Einblicken in seine bisherigen Erfahrungen und Herausforderungen im neuen Umfeld. Der Schüler berichtete begeistert von seinem Aufgabengebiet.

Natürlich durfte für uns die Teilnahme an Halloween in Derry nicht fehlen!

Halloween in Derry gilt schließlich als eines der größten und bekanntesten Feste Irlands. In traditioneller Verkleidung erlebten wir die einmalige Atmosphäre des irischen Halloween – eine Mischung aus Grusel, Geschichte und Gemeinschaft.

Nach Abschluss der Hospitationen wurden Gespräche über eine potenzielle weitere Zusammenarbeit geführt. Alle beteiligten Organisationen zeigten großes Interesse an einem fortgesetzten Austausch und gemeinschaftlichen Projekten, insbesondere im Bereich kultureller Bildung, Fotografie und Pflege. Wir planen, in Kontakt zu bleiben und mögliche Kooperationsfelder weiter zu sondieren.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass jeder Austausch, jedes geteilte Wissen und jede gemeinsame Erfahrung die Welt ein Stück kleiner und die berufliche wie persönliche Perspektive ein Stück größer macht.

Hebamme: Ein Beruf mit viel Leidenschaft

Die Hebamme Carola Schumann aus Brilon besuchte Studierende der PiA-U und SPU im Rahmen der Unterrichtsreihe zur Entwicklungsbiologie im Fach Naturwissenschaften. Bei dem 90 minütigen Besuch hatten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher die Möglichkeit, Fragen zum Berufsfeld und zu Themen rund um Schwangerschaft und Geburt zu stellen. Durch die 28-jährige Berufserfahrung, sowohl im Krankenhaus, als auch in einer gynäkologischen Praxis und im Bereich der Hausbesuche, brachte Frau Schumann eine große Menge Fachwissen und Erfahrung mit und verdeutlichte einmal mehr, dass Erzieherinnen und Erzieher mit Akteuren vieler anderer Fachbereiche und Disziplinen in der Praxis zusammenarbeiten.
Sie stellte heraus, dass der Anspruch auf eine Hebamme mit Feststellen der Schwangerschaft besteht, und sich über den gesamten Zeitraum der Schwangerschaft und Geburt und bis das Neugeborene ein Jahr alt ist, erstreckt. So berichtete Frau Schumann, dass sich eine Schwangerschaft oft mit der bekannten Übelkeit und einem sehr empfindlichen Geruchsinn ankündigt, manchmal aber auch zunächst unbemerkt bleiben kann.
Schumann klärte die angehenden Erzieherinnen und Erzieher auch über die Bedeutung der Vermeidung von Rauchen, Alkohol und Drogen während der Schwangerschaft auf. Es zeigte sich großes Interesse auch zum Thema Geburt, über welches Frau Schumann mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung aus dem Kreißsaal im Briloner Krankenhaus einiges berichten konnte.
Als freiberuflich arbeitende Hebamme besucht Frau Schumann die Familien am Tag der Entlassung und täglich für die folgenden Tage nach der Geburt. Bei diesen Hausbesuchen untersucht sie das Neugeborene und unterstützt die Eltern bei der Pflege des Säuglings. Frau Schumann verwies darauf, dass bei einem höheren Bedarf an Betreuung die Familie an eine Familienhebamme weitergeleitet werden kann. Diese arbeitet mit dem Jugendamt zusammen und deckt einen Besuch von 2-3 Mal pro Woche ab und kann auf diese Weise die Familie in einem größeren Umfang betreuen.
Ein sehr emotionaler Punkt bei dieser Gesprächsrunde war das Thema Totgeburt und Abtreibung. Auch da betreuen Hebammen die Eltern sehr intensiv. Besonders die Mutter wird „gut gebettet“ und es wird allen die Möglichkeit und Zeit gegeben, sich würdevoll vom Kind zu verabschieden.
Die Gesprächsrunde hat gezeigt, dass Frau Schumann in ihrem Beruf schon wahnsinnig viel erlebt hat. Sowohl Trauriges und schwer zu Ertragendes, als auch noch mehr Schönes und Unvergessliches. Und auch nach dieser langen Zeit im Beruf macht sie ihren Job immer noch mit sehr viel Herz und Leidenschaft, was die Studierenden ihr deutlich anmerken.

Wir danken ihr für ihren Besuch.

Tag der Begegnung in der Fachschule für Sozialpädagogik

In den letzten Wochen kam in den verschiedensten Erzieherklassen der Wunsch auf, sich in der Fachschule mehr auszutauschen. Man wollte gerne von den Erfahrungen der anderen angehenden Erzieherinnen und Erzieher profitieren.

Dies nahmen die Klassenleitungen gemeinsam mit ihren Klassen zum Anlass einen „Tag der Begegnung“ zu planen und durchzuführen. Wünsche und Fragen zur Gestaltung dieses Tages wurden formuliert.

Schnell war klar, dass allen ein Austausch und ein gemeinsames Frühstück wichtig war.

So bildeten sich zwei Gruppen, die praxisintegrierte Ausbildung Mittelstufe tauschte sich mit der Oberstufe und die schulische Ausbildung Unterstufe mit der Oberstufe aus.

Nach einem ersten Kennenlernen fand der Austausch in Kleingruppen statt. Besonders in der praxisintegrierten Ausbildung ging es um das Fremdpraktikum der PIA-M, welches viele Studierende über Erasmus im Ausland machen. So manche Unsicherheit wurde aus dem Weg geräumt. Auch in der schulischen Ausbildung wurde sich intensiv über die unterschiedlichsten Praktika in den Arbeitsfeldern ausgetauscht.  Aber auch Fragen zur Projektarbeit, zu der Gestaltung der Klausuren und Prüfungen wurden thematisiert. So manche Zukunftsvision wurde in den Blick genommen. Wo sehe ich mich in fünf Jahren? Welche Möglichkeiten gibt es nach der Erzieherausbildung? Der Tag war gefüllt. Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war das gemeinsame Frühstück mit allen Klassen. Es war ein gesundes und faires Frühstück. Auch die angehenden Erzieherinnen und Erzieher beschäftigen sich mit dem Thema Nachhaltigkeit.  So wurde das Frühstück mit Fördermitteln von „Fairtrade“ unterstützt.

Nach einer Abschlussreflexion waren sich alle einig, dass sich dieser Tag gelohnt hat. Man ist mit vielen Infos nach Hause gegangen. Die Klassenlehrer bestärkten den Eindruck und wiesen auf den positiven Einfluss zur Stärkung der Klassengemeinschaft hin.

Willi Kruse ✝︎

Unser geschätzter ehemaliger Schulleiter und Kollege Willi Kruse ist in der vergangenen Nacht gestorben.

Seit 1983 war Willi Kruse Lehrer am Berufskolleg Bergkloster Bestwig für Englisch und katholische Religionslehre.

1994 übernahm er die Aufgabe als stellvertretender Schulleiter an unserem Berufskolleg und folgte 2012 Fritz Henneböhl in der Leitung der Schule nach. Im März 2017 gab er diese Aufgabe wieder ab und übernahm dann als Mitglied der erweiterten Schulleitung die Abteilungsleitung der Fachschule für Sozialpädagogik. Der Bereich der Sozialpädagogik lag ihm sehr am Herzen. Nach seiner Pensionierung 2021 half er uns noch bis zum Sommer 2022 stundenweise bei der Betreuung unserer Berufspraktikanten.

Von seiner Erkrankung in diesem Frühjahr erholte er sich nicht mehr.

Unsere Gedanken sind jetzt bei seiner Familie, der wir den tröstenden Beistand Gottes wünschen.

Wir sind dankbar für die Begegnungen mit ihm und alles, was er für die Schülerinnen und Schüler und für die Schule insgesamt getan hat. Wir werden ihn in bester Erinnerung behalten und schließen ihn in unsere Gebete ein.

Mit stillem Gruß

Geschäftsführung, Schulleitung und Kollegium

Vorhang auf im BKBB….

ein Bilderbuchtheater in der Erzieherausbildung

Im Berufskolleg hieß es für die Kinder der Montekita und der Villa Kunterbunt am 12.09.2024 „Vorhang auf!“ für ein kleines Theaterstück mit dem Titel „Winnie will woanders schlafen“ nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Carol Roth.

Die diesjährige Oberstufe der angehenden Erzieherinnen und Erzieher stellte unter der Leitung von Stephanie Schulte, Jorinde Jelen und Elke Schröder innerhalb von drei Tagen ein kindgerechtes Theaterstück auf die Beine. Nicht nur die Schauspielerinnen und Schauspieler gaben ihr Bestes, auch die Kulissengruppe und die Musikerinnen waren für das Gelingen verantwortlich. So entstanden wunderschöne und auf die jeweiligen Charaktere der im Drehbuch beschriebenen Tiere die passenden Behausungen, wie z. B. die Bärenhöhle oder die Eulenstube.

Winnies Ankunft im Eichhörnchennest wird akribisch beobachtet

Die Musikgruppe komponierte extra für das Stück einen eigenen Song und studierte bekannte Ohrwürmer wie „Weisst du wie viel Sternlein stehen“ ein. Die Schauspielgruppe probte nicht nur den Text, sondern auch den richtigen Stimmeinsatz und das Einbeziehen des Publikums während der Aufführung.

Am Tag der Aufführung war die Musikaula zu einer Theaterbühne mit fantasievoller Kulisse geworden und entführte uns in die Welt von Hasenkind Winnie und seinen Freunden.

Strahlende Kinderaugen waren der Dank für drei Tage harter Arbeit und waren nicht nur ein Highlight für die Kinder, sondern auch für alle angehenden Erzieherinnen und Erzieher. 
(Text: S. Brockmann / Bilder: K. Henke)